IFRS vs. effizientes Controlling

Der internationale Rechnungslegungsstandard IFRS sollte eigentlich die Rechnungslegung in Unternehmen vereinfachen. Doch tut er das auch?

IFRS – ein schwieriger Standard

Der IFRS ist seit seiner Einführung kein unumstrittenes System. Eigentlich dazu gedacht, Bilanzen verschiedener Unternehmen international vergleichbar und transparent zu machen, erhöht die Komplexität des IFRS-Systems oft den Frust der Manager und die Kosten für das Unternehmen.

Laut dem Onlineplattform Finance, einem Ableger der F.A.Z., befürchtet die Deutsche Telekom Kosten in Millionenhöhe bei der Umstellung auf IFRS 15 und auch die deutsche Bankenwelt rechnet mit einer Kostenlawine von bis zu 100 Millionen Euro, wenn der Bilanzierungsstandard IFRS 9 eingeführt werden soll.

Parallele Systemwelten entstehen

Erschwerend kommt in vielen Unternehmen hinzu, dass der Standard zwar irgendwann einmal eingeführt, aber nie vollständig in die bestehenden, oft historisch gewachsenen ERP-Systeme integriert worden ist. In Folge müssen die Mitarbeiter mit zwei unterschiedlichen Systemen arbeiten, die manuell miteinander abgeglichen werden müssen. Automatisierte Datenauswertung kann so kaum erfolgen, wertvolle Arbeitszeit der Fachkräfte wird auf das reine Verwalten der Daten verschwendet.

Solche Ineffizienzmonster, wie unser Vorstand Jörg Hofmann diese parallele Systemwelt in einem Artikel bezeichnet hat, der letztes Jahr im E3-Magazin erschienen ist, können im schlimmsten Fall das Weiterbestehen eines Unternehmens gefährden, weil die Daten, die zur Unternehmenssteuerung gebraucht werden, nicht schnell und akkurat genug zur Verfügung stehen. Dabei sind effiziente Prozesse im Controlling, eine Chance, die viele Firmen heute noch verpassen.

Von der Zähmung eines Monsters

Vor diesem Problem stand auch die Airbus-Tochter Tesat Spacecom. Um als Teil des internationalen Raumfahrtkonzerns ihre Daten, die nach HGB erstellt wurden, nicht Monat für Monat manuell in den IFRS – Standard überleiten zu müssen, suchte Tesat nach einer Lösung, das bestehende SAP System anzupassen. Die konnte PIKON zusammen mit unserem Partner FAS AG, einer auf internationale Rechnungslegung spezialisierte Unternehmensberatung aus Stuttgart liefern: Ein umfassender Lean-Management-Ansatz, an dessen Ende die Vereinfachung und Verschlankung der Rechnungswesen-Prozesse im Unternehmen stand. Die Mitarbeiter im Controlling können sich nun auf ihre Kernaufgaben fokussieren, nämlich dem Management rechtzeitig alle nötigen Daten zur Unternehmenssteuerung effizient bereit zu stellen.

Im Artikel Die Zähmung der Ineffizienzmonster berichten unser Vorstand Jörg Hofmann, Sebastian Braun (Senior Consultant, FAS AG) und Jürgen Diehm (Prokurist, FAS AG) über ihre Erfahrungen in diesem spannenden Projekt und wie sie am Ende den Sieg davongetragen haben. Lesen Sie hier:

Mehr Wertschöpfung im Finanzbereich – Die Zähmung der Ineffizienzmonster

Sie möchten mehr erfahren?

Wenn auch Sie mit einem Ineffizienzmonster zu kämpfen haben, sprechen Sie doch einmal mit Herrn Hofmann darüber, wie wir Ihnen bei der Zähmung helfen können.

 

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