Digitalisierung kommt im Unternehmensalltag an

DSAG Kongress 2018

Eines vorab: Der DSAG-Jahreskongress war für die PIKON wieder eine wichtige Wegmarke im Jahr 2018. Mein persönliches Resümee ist sehr positiv. Nie hatten wir so viele spannende Gespräche und wie in diesem Jahr. Mit unseren Fokusthemen Maschinen- und Anlagenbau, Data Science und der Veröffentlichung unseres Buches „Vertrieb mit S/4HANA“ konnten wir das Publikum begeistern.

Data Science mit HANA bei Siemens

Bedanken will ich mich dabei bei Herrn Daniel Wentzel, der innerhalb der Siemens Division Öl & Gas, für die Digitalisierung zuständig ist und der gemeinsam mit Jörg Hofmann und PIKON Chief-Data-Scientist Benjamin Duppe einen super-spannenden Vortrag zu unserem gemeinsamen Forschungsprojekt zur Vorhersage von Kostenabweichungen in komplexen Siemensprojekten hielt. Im Plenum des Kongresses waren zahlreiche Zuschauer dabei als die Referenten darstellten, wie die Verfahren der Künstlichen Intelligenz mittlerweile sehr konkrete Beiträge zur Lösung betriebswirtschaftlicher Probleme leisten. In diesem Fall zur Verbesserung der Planung, einem weiteren Kernthema der PIKON.

SAP S/4HANA ist relevant für die Digitalisierung

Doch auch sonst ist die Digitalisierung im Unternehmensalltag angekommen. Das war auf dem Kongress während der drei Tage deutlich zu spüren. Dr. Marco Lenk, Vorstand der DSAG, verwies in seiner wichtigen Key-Note am Dienstag darauf, dass gemäß einer DSAG-Umfrage ca. 75% aller befragten Unternehmen das neue ERP-System S/4HANA als „relevant für die Digitalisierung“ einschätzen. Eine sehr interessante Erkenntnis, denn in der Tat machen sich Unternehmen mit der Umstellung auf das neue System fit für die Zukunft. Die SAP selbst bietet 58 Services auf Basis von SAP Leonardo an, die auf Machine Learning und künstlicher Intelligenz beruhen. So zum Beispiel bei der Zuordnung von eingehenden Zahlungen zu Kundenrechnungen. Oder etwa beim Clustern von Bestellungen ohne Materialnummer, wobei das System mittels Texterkennung solcher Bestellungen Vorschläge für das Anlegen von Materialstämmen macht. Damit kann der Einkauf dann Einkaufsvorteile durch Bündelung von Bestellungen realisieren.

Es zeigt sich also, dass wir mit dem PIKON DATA SCIENCE LAB genau auf dem richtigen Weg sind. Persönlich wünsche ich mir, dass wir derlei Services bald auch in der PIKON für unsere Kunden entwickeln. Zur Automatisierung und Beschleunigung von Prozessen, zur Verbesserung von Prognosen und, vor allem, zur Verbesserung der Unternehmensplanung.

Pascal Schmitt zeigte mit seinem Vortrag „Predictive Maintenance – Restlaufzeit von Maschinen bestimmen am Beispiel von NASA-Daten“ am PIKON Stand auch, wie weit wir bei der Analyse von Daten im Bereich der (eventgetriebenen) Predictive Maintenance schon sind.

Erwartungen der DSAG an SAP

Der DSAG-Kongress lebt auch von dem Zusammenspiel zwischen der DSAG und der SAP. Im Vortrag von Vorstand Dr. Marco Lenk war klar zu erkennen, worauf seine Organisation Antworten von der SAP erwartet. Dabei geht es um:

  • Einheitliche Datenmodelle
  • Reibungsfreie Integration unterschiedlicher Systeme
  • Redundanzfreie und klare Funktionen
  • Offenheit der Plattformen untereinander
  • Cloud-first ist ok, Cloud only nicht

Meine Wahrnehmung ist, dass diese Forderungen von den meisten Teilnehmern unterstützt werden. Klar ist, dass die SAP in vielen Bereichen schon gute Lösungen bietet. Wie oben angesprochen zum Beispiel bei der Integration von KI-Services in die ERP-Funktionen. Bei Integration von neuen Lösungen wie zum Beispiel C/4HANA wird man noch abwarten müssen, ob die Integration wirklich reibungslos vonstattengeht.

SAP Cloud Platform Integration

Positiv aus PIKON-Sicht ist sicher auch, dass in der SAP Cloud Platform jetzt auch in der Sprache ABAP neue Anwendungen entwickelt werden können. Die SAP Cloud Integration Platform ist für uns eine sehr gute Middleware bei der Gestaltung unternehmens- und systemübergreifenden Geschäftsprozessen.

Dass dieses Thema ebenfalls zum PIKON-Stammportfolio gehört zeigt sich in zwei weiteren Aspekten des DSAG-Kongresses. Zum einen der Buchvorstellung, die Martina Ksinsik am Donnerstag moderierte und bei der sie Alena Bauer und mich zu unserem neuen Buch „Vertrieb mit SAP“ befragte. Alena Bauer führte dabei unter anderem aus, dass eben solche unternehmensübergreifenden Geschäftsprozesse mit dem automatischen Austausch von elektronischen Dokumenten seit langer Zeit zu unseren Kompetenzen gehören und sich dieser Punkt auch im neuen Buch wiederfindet – auf Basis der Middleware SAP Cloud Platform Integration.

Zum anderen war auf dem Kongress sehr deutlich die Nachfrage nach unseren Lösungen im Bereich SDI (Sistema di Interscambio) – einer Austauschplattform für die elektronische Übermittlung von Ausgangsrechnung an die Fiskalbehörden, die zum Ende des Jahres in Frankreich und Italien Pflicht wird. In weiteren Ländern ist dies ebenfalls absehbar und unsere Freunde der PIKON Benelux haben sich bei diesem Thema eine Spezialistenkompetenz angeeignet und lösen dieses Problem für einige Kunden. Aus diesem Grund war Tommy Beckers extra aus Belgien zur DSAG gereist. Das hat sich gelohnt, denn die Nachfrage nach diesem Thema war sehr groß.

In den abschließenden Key-Notes am Donnerstag ging es dann noch darum den Blick auf die etwas weiter gefasste Zukunft zu richten.

Die SAP-Strategie zum intelligenten Unternehmen

Dr. Daniel Holz und Rolf Schumann von der SAP fassten die SAP-Strategie zum intelligenten Unternehmen noch einmal zusammen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Punkte Daten, Agilität & Plattform und Experience. Auch diese Überlegungen nehmen ihren Ausgangspunkt beim ERP-System als digitalem Kern. Am Ende geht es aber darum, dass der Mensch immer mehr in den Fokus gerät, weil die Technologien immer schneller verfügbar gemacht werden können. Um die Menschen mitzunehmen hat man bei Wieland einen digitalen Zug auf die Reise geschickt, bei dem die Mitarbeiter selbst entscheiden, wann sie einsteigen und in welchem Tempo sie fahren wollen. Sehr interessant.

In seiner Zusammenfassung lobte Dr. Marco Lenk nochmal den intensiven Austausch der zahlreichen Teilnehmer und die gute Kooperation in der Community – dem kann ich mich nur anschließen.

Den krönenden Abschluss der Veranstaltung lieferte Peter Hinsen. Seine Key Note „The day after tomorrow“ kann als eindringlicher Appell für Veränderung und Innovation verstanden werden. Mich ermuntert das vor allem die Bereiche des Unternehmens zu unterstützen, in denen Kreativität im Mittelpunkt steht und wir die Leistungen entwickeln, die übermorgen zu den Kernkompetenzen der PIKON gehören. Es wäre ja schön, wenn man dereinst auf den DSAG-Jahreskongress 2018 zurückblicken und ihn als weiteren Meilenstein auf dem Weg in die Zukunft erinnern würde.

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